Mastdarmkrebs
Mastdarmkrebs
Beim Mastdarmkrebs müssen wir zunächst entscheiden, ob wir direkt operieren oder zunächst eine Vorbehandlung mit Strahlentherapie und Chemotherapie erforderlich ist. Diese Entscheidung hängt vom Abstand des Tumors vom Schließmuskel, von der Möglichkeit des Lymphknotenbefalls und von der Eindringtiefe des Tumors in die Darmwand ab. Die Operation umfasst immer die Entfernung des Mastdarms, der Lymphgefäße und Lymphknoten entlang der Blutgefäße und die Entfernung des so genannten Mesorektums, in dem ebenfalls Lymphgefäße und Lymphknoten um den Darm herum vorkommen (sog. TME oder totale mesorektale Excision). Auf diese Weise erzielen wir die größtmögliche Sicherheit, um ein örtliches Wiederauftreten der Erkrankung zu vermeiden.
Bei der Operation achten unsere Chirurgen besonders auf die Nerven im kleinen Becken, die für die Blasenfunktion, die männliche Potenz und die Schließmuskelfunktion des Mastdarms verantwortlich sind. Wir können heute den Schließmuskel erhalten, wenn der Tumor mehr als zwei Zentimeter vom Oberrand des Schließmuskels entfernt ist und dieser eine regelrechte Funktion aufweist. Meistens müssen wir bei tiefen Tumoren und im Anschluss an eine Bestrahlung für zwei bis drei Monate einen künstlichen Darmausgang legen.
Marien-Hospital Marl
Katholisches Klinikum
Ruhrgebiet Nord GmbH
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