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"Was dem Darm schmeckt"
Marien-Hospital: Sternekoch Björn Freitag zu Gast
"Was dem Darm schmeckt": So lautet der Titel einer kostenlosen Veranstaltung, die das Marien-Hospital aus Anlass des bundesweiten Darmkrebsmonats am Mittwoch, 2. März, ab 18.30 Uhr veranstaltet. Und dieser Titel ist Programm: Denn was unserem Verdauungsorgan zuträglich ist, wird zum einen als Vortragskost präsentiert, zum anderen auch in Form von appetitlichen Häppchen angerichtet. Zubereitet werden die Gaumenfreuden vom Dorstener Sternekoch Björn Freitag. Zwischen den Vorträgen von Dr. Christoph König, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, und Priv.-Doz. Dr. Klaus-Peter Riesener, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, greift der Starkoch im Cafe-Bistro des Marien-Hospitals Marl selbst zum Kochlöffel und wird kulinarische Köstlichkeiten zaubern. Dabei können ihm die Besucher über die Schulter schauen und sich anschließend mit kleinen Geschmacksproben davon überzeugen, dass leckeres und gesundes Essen "dem Darm schmeckt". Weil die Teilnehmerzahl bei dieser Veranstaltung begrenzt ist, wird um telefonische Voranmeldung unter 02365/911-231 gebeten.

"Wir wissen heute, dass die Ernährung bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle spielt. Und wir wissen auch, dass wir mit dem, was wir täglich zu uns nehmen, bösartigen Erkrankungen vorbeugen können", erklärt König. Er wird in seinem Vortrag daher der Frage nachgehen, was "dem Darm schmeckt" und was ihm weniger zuträglich ist. Denn es ist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der Nahrungsmittel, die die Entstehung von Krebs begünstigen kann. Gesalzene, gegrillte und geräucherte Speisen belasten den Magen; zu fettes oder rotes Fleisch hingegen setzt dem Darm zu, und ein Übermaß an tierischen Fetten überfordert die Bauchspeicheldrüse. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören neben Gemüse und Obst auch Vollkorn- und Milchprodukte sowie Omega-3-Fettsäuren.
Wie die Anatomie unseres Darms aussieht und wie er funktioniert, stellt anschließend Dr. Klaus-Peter Riesener vor. Er wird außerdem über moderne Operationsverfahren referieren, die eine schnelle Nahrungsaufnahme selbst nach großen Eingriffen wieder möglich machen. Fast-Track (übersetzt: schnelle Schiene) nennt sich das innovative Verfahren einer Turbo-OP in der Chirurgie. "Früher war es so, dass die Patienten nach einer großen Darmoperation rund acht Tage nichts zu sich nehmen durften. Heute dürfen sogar die frisch Operierten schon nach wenigen Stunden wieder etwas trinken und Joghurt zu sich nehmen. Dadurch wird der Darm sofort wieder angeregt, seine Arbeit aufzunehmen", erklärt Riesener.
Damit die Fülle an medizinischen Informationen gut "verdaulich" bleibt, serviert Björn Freitag den Besuchern - sozusagen als Zwischengänge - verschiedene Gerichte. So kommen nicht nur die grauen Zellen auf ihre Kosten, sondern auch die Geschmacksnerven.
Hintergrund Dickdarmkrebs
Dickdarmkrebs ist in Deutschland inzwischen zur zweithäufigsten Krebstodesursache geworden, und das sowohl bei Männern als auch bei Frauen. In Zahlen heißt das: Jährlich erkranken mehr als 70.000 Menschen in Deutschland an Dickdarm- und Enddarmkrebs. Früher bedeutete diese Diagnose das sichere Todesurteil, heute ist Heilung in vielen Fällen möglich, oder zumindest lässt sich die Lebensqualität entscheidend verbessern. Im Darmzentrum am Marien-Hospital arbeiten Mediziner verschiedener Abteilungen fachübergreifend zusammen. Dazu zählen Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen. Einmal wöchentlich treffen sich die Vertreter der medizinischen Disziplinen in der Tumorkonferenz und beurteilen gemeinsam, welche Behandlung für jeden einzelnen Patienten die richtige ist. So wird das Fachwissen aller Beteiligten von der Diagnose bis zur Nachsorge der Patienten in den Behandlungsprozess eingebracht. Die Qualität der Arbeit wurde der Marler Einrichtung auch von externer Seite bestätigt: Das Darmzentrum ist eine der wenigen Einrichtungen, die sowohl nach "DIN EN ISO 9001" als auch nach "OnkoZert" der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert sind. Weitere Infos unter www.darmzentrum-marl.de
Marien-Hospital Marl
Katholisches Klinikum
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