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Sternekoch zu Gast im Marien-Hospital
Viel Information und Kochkunst bei der Veranstaltung „Krebs und Ernährung“
Für Björn Freitag ist es eine Premiere: Zum ersten Mal bereitet der unter anderem aus verschiedenen Fernsehsendungen bekannte Dorstener Sternekoch in einem Krankenhaus schmackhafte und gesunde Menüs zu. „Krebs und Ernährung“ heißt die kostenlose Veranstaltung im Café-Bistro des Marien-Hospitals, die das Krankenhaus aus Anlass des bundesweiten Darmkrebsmonats am Mittwoch, 10. März, ab 17.30 Uhr veranstaltet. Zwischen den Vorträgen von Dr. Christoph König, Chefarzt der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, und Priv.-Doz. Dr. Klaus-Peter Riesener, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, wird der Starkoch frische Gerichte kochen. Dabei können ihm die Besucher auch über die Schulter schauen und sich bei einer kleinen Kostprobe davon überzeugen, dass leckeres Essen keine Hexerei sein muss, sondern von jedem Menschen zubereitet werden kann. Weil für diese Veranstaltung nur eine begrenzte Teilnehmerzahl möglich ist, ist eine telefonische Voranmeldung unter 02365/911-231 erforderlich.

Zum Foto: „Krebs und Ernährung“ lautet das Thema der Veranstaltung im Marien-Hospital. Zu Gast: Sternekoch Björn Freitag (Mitte), auf den sich die beiden Referenten Dr. Christoph König (r.) und Priv.-Doz. Dr. Klaus-Peter Riesener (l.) freuen.
„Wir wissen heute, dass die Ernährung bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle spielt. Und wir wissen auch, dass wir mit dem, was wir täglich zu uns nehmen, bösartigen Erkrankungen vorbeugen können. Deshalb legen wir in unserer Veranstaltung einen Schwerpunkt auf die Prävention“, kündigt König an. Ein paar Tipps hält der Mediziner auch gleich parat. Der Wichtigste: Übergewicht vermeiden oder vermindern. „Übergewichtige Frauen haben ein 55-prozentiges, Männer ein 33-prozentiges Risiko, an Krebs zu erkranken“, weiß der Mediziner. Der Grund: Durch das Zuviel an Kalorien, Glukose und Fett werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die das Zellwachstum beschleunigen und das Entzündungsrisiko erhöhen.
Aber es ist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der Nahrungsmittel, die die Entstehung von Krebs begünstigen kann. Gesalzene, gegrillte und geräucherte Speisen belasten den Magen; zu fettes oder rotes Fleisch hingegen setzt dem Darm zu, und ein Übermaß an tierischen Fetten überfordert die Bauchspeicheldrüse. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören neben Gemüse und Obst auch Vollkorn- und Milchprodukte sowie Omega 3 Fettsäuren. Und wie sieht es mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Lebensmitteln bei einer Krebserkrankung aus? Kann man etwa mit Grüntee Karzinome zum Verschwinden bringen? Unterstützt Curcuma die Wirkung der Chemotherapie? Und bringt Rotwein die Tumorzellen zum Absterben? Auch auf diese und viele andere Fragen erhalten die Besucher ausführliche Antworten.
Dass heute moderne Operationskonzepte eine schnelle Nahrungsaufnahme selbst nach großen Eingriffen wieder möglich machen, stellt Dr. Klaus-Peter Riesener anschließend vor. Fast-Track (übersetzt: schnelle Schiene) nennt sich das innovative Verfahren einer Turbo-OP in der Chirurgie. „Früher war es so, dass die Patienten nach einer großen Darmoperation rund acht Tage nichts zu sich nehmen durften. Heute dürfen sogar die frisch Operierten schon nach wenigen Stunden wieder etwas trinken und Joghurt zu sich nehmen. Dadurch wird der Darm sofort wieder angeregt, seine Arbeit aufzunehmen“, erklärt Riesener.
Damit die Fülle an medizinischen Informationen gut „verdaulich“ wird, präsentiert Björn Freitag den Besuchern sozusagen als „Zwischengänge“ drei Gerichte, die nicht nur gesund, sondern auch schnell und leicht zuzubereiten sind. „Wir ernähren uns heute viel zu viel von Fertiggerichten oder aus Dosen. Dort fehlen dann häufig die Inhaltsstoffe, die uns vor Krebs schützen können, oder sie sind bereits weitgehend verkocht. Mir geht es deshalb bei dieser Veranstaltung in erster Linie darum, die Besucher zu animieren, selbst zu kochen – und das mit frischen Lebensmitteln“, so der Sternekoch. Eines ist für die Besucher also garantiert: Neben den grauen Zellen werden an diesem Abend auch die Geschmacksnerven angeregt.
Marien-Hospital Marl
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